Ara Papagei kaufen in der Schweiz — die wichtigsten Fakten
Aras sind die imposantesten Papageien der Welt: farbenprächtig, intelligent, langlebig und von einer Persönlichkeit, die kaum ein anderes Tier bietet. In der Schweiz werden hauptsächlich vier Ara-Arten gehalten: Gelbbrustara, Hellroter Ara, Grünflügelara und — für sehr erfahrene Halter — der Hyazinth-Ara, der grösste Papagei der Welt.
Wer einen Ara kaufen möchte, sollte sich bewusst sein: Aras sind keine Wohnungstiere. Sie brauchen Platz, Lärm-Toleranz der Nachbarn, viel Zeit und einen Halter, der die nächsten 50–70 Jahre mit diesem Tier verbringen möchte. Aras werden Jahrzehnte alt — eine Ara-Adoption ist für viele Käufer eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben begleitet.
AlpenPapageien züchtet Aras ausschliesslich in Handaufzucht. Unsere Tiere kennen den Menschen von Geburt an als Bezugsperson und sind zahm, vertrauensvoll und gut sozialisiert. Jede Art wird artgerecht betreut und vor der Abgabe umfassend medizinisch untersucht.
Ara-Arten im Vergleich: Gelbbrustara, Hellroter Ara, Hyazinth-Ara
Gelbbrustara (Ara ararauna) Blau-gelbes Gefieder, 86–94 cm Körperlänge, 900–1'200 g. Der „klassische" Ara für Halter mit Erfahrung. Lebenserwartung: 50–70 Jahre. CITES Anhang II. Preis: CHF 3'000–4'500. Der Gelbbrustara ist sozial, neugierig und bildet enge Bindungen zu seinem Halter. Sprachbegabung vorhanden, aber nicht vergleichbar mit Graupapagei.
Hellroter Ara (Ara macao) Leuchtend rot-blau-gelbes Gefieder, bis 90 cm, 900–1'100 g. CITES Anhang I. Preis: CHF 2'500–3'500. Charakterstark und temperamentvoll — der Hellrote Ara ist nicht für Einsteiger. Starke Bindung, kann aber auch eigen-willig und bissig sein.
Grünflügelara (Ara chloropterus) Der grösste der drei häufigeren Arten: 90–95 cm, 1'000–1'300 g. CITES Anhang II. Preis: CHF 2'800–4'000. Bekannt für ruhigeres Temperament als Gelbbrustara oder Hellroter Ara — von manchen Haltern als „sanftester" der grossen Aras bezeichnet.
Hyazinth-Ara (Anodorhynchus hyacinthinus) Der grösste Papagei der Welt: bis 100 cm, 1'200–1'700 g. Kobaltblaues Gefieder mit gelbem Augenring. CITES Anhang I. Preis: CHF 12'000–20'000. Ausschliesslich für sehr erfahrene Halter mit entsprechender Infrastruktur. Der Hyazinth-Ara gilt als „gentle giant" — trotz Grösse häufig sanfter im Umgang als kleinere Ara-Arten.
Schweizer Rechtslage für Aras: CITES, TSchV, kantonale Regelungen
Alle Ara-Arten in der Schweiz unterliegen dem CITES-Abkommen. Die wichtigsten rechtlichen Aspekte:
CITES Anhang II (Gelbbrustara, Grünflügelara): Handel erlaubt, aber nur mit CITES-Bescheinigung. Der Züchter muss eine gültige Registrierung und Originaldokumente für jedes Tier ausstellen.
CITES Anhang I (Hellroter Ara, Hyazinth-Ara): Kommerzieller Handel verboten. Ausnahme: Nachzuchten mit gültigem Zuchtnachweis der CITES-Behörde (BAFU). Ohne korrekte Dokumente ist der Besitz eines CITES-I-Aras in der Schweiz illegal.
Schweizer Tierschutzverordnung (TSchV) — Mindestanforderungen für Aras: — Volièrengrösse: mindestens 150 × 100 × 200 cm (Länge × Breite × Höhe) — Täglicher Freiflug in einem gesicherten Raum — Soziale Interaktion: mindestens 4–6 Stunden täglich oder Sozialpartner — Klimatische Anforderungen: tropische Arten brauchen Wintersicherung (min. 15°C)
Kantonale Meldepflichten für CITES-I-Arten: In einigen Kantonen (Zürich, Bern, Basel) bestehen Anzeigepflichten beim kantonalen Veterinäramt. Informieren Sie sich vor dem Kauf beim zuständigen Veterinäramt Ihres Kantons.
Preise für Aras in der Schweiz 2026 — CHF-Übersicht
Die Preise für Aras in der Schweiz reflektieren den erheblichen Aufzuchtaufwand, die CITES-Dokumentationskosten und die tierärztliche Begleitung:
| Art | Preis (CHF) | CITES | |---|---|---| | Hellroter Ara | 2'500–3'500 | Anhang I | | Gelbbrustara | 3'000–4'500 | Anhang II | | Grünflügelara | 2'800–4'000 | Anhang II | | Hyazinth-Ara | 12'000–20'000 | Anhang I |
Laufende Kosten für Ara-Halter (pro Jahr, CHF): — Futter (hochwertige Körnermischung + Frischkost + Nüsse): CHF 800–1'500 — Tierarzt (Vorsorge): CHF 300–700 — Spielzeug und Zubehör (Aras sind starke Nager): CHF 300–800 — Volière/Infrastruktur (einmalig): CHF 2'000–8'000+
Vorsicht vor Billigangeboten: Ein gesunder, handaufgezogener Ara unter CHF 2'000 ist marktunüblich. Im Zweifelsfall immer CITES-Dokumente vor dem Kauf prüfen.
Haltungsanforderungen für Aras in der Schweiz
Platz: Aras brauchen mehr Platz als jede andere in der Schweiz häufig gehaltene Papageienart. Innenvolière: mind. 150 × 100 × 200 cm. Für Hyazinth-Aras deutlich grösser. Aussenvolière im Sommer: Ab ca. 18°C möglich, mit Schutzdach und Rückzugsmöglichkeit.
Soziale Bedürfnisse: Aras sind stark soziale Tiere. Einzelhaltung ist mit 4–6 Stunden täglicher Interaktion möglich. Idealerweise zu zweit halten. Aras können sehr laut werden — als Aufmerksamkeitsforderung, als Ausdruck von Angst oder Freude.
Beschäftigung: Naturäste zum Nagen (Hasel, Birke, Apfel — täglich erneuern), Foraging-Aufgaben, wechselndes Spielzeug. Ein gelangweilter Ara ist destruktiv und laut.
Ernährung: Grosse Aras brauchen viele Nüsse (Walnuss, Macadamia, Paranuss) als Hauptenergiequelle. Frischkost täglich: Paprika, Karotte, Brokkoli, Apfel, Granatapfel. Hochwertige Körnermischung ohne künstliche Zusätze.
Tierarzt: Vogelfacharzt mit Erfahrung in Grosspapageien. Aras sind anfällig für Aspergillosen, Proventricular Dilatation Disease (PDD) und Verletzungen durch starken Schnabel. Jährliche Vorsorgeuntersuchung ist Pflicht.
Warum Handaufzucht beim Ara so entscheidend ist
Ein Ara, der nicht handaufgezogen wurde, ist im besten Fall schwer zähmbar, im schlimmsten Fall aggressiv und eine potenzielle Gefahr für unerfahrene Halter. Der Biss eines grossen Aras (Knochenbrechende Kraft von 1'500 N) kann ernsthafte Verletzungen verursachen.
Handaufgezogene Aras kennen den Menschen von Geburt an als Bezugsperson. Sie sind zutraulich, beisstolerant und integrieren sich problemlos in eine Familie. Der Zeitaufwand in der Aufzucht — täglich mehrfache Handaufzuchtfütterungen über 3–4 Monate — rechtfertigt den höheren Preis vollständig.
AlpenPapageien Ara-Standard: — Nestlingsphase unter ständiger Beobachtung — Tägliche Gewichtskontrolle in der Aufzuchtphase — Frühsozialisierung mit mehreren Bezugspersonen — Schnabel- und Krallenpflege von Anfang an — PBFD-Test, Polyoma-Test, vollständige klinische Untersuchung vor Abgabe — CITES-Dokumentation vollständig und lückenlos
Ara-Enrichment und Beschäftigung — artgerechte Stimulation für Grosspapageien
Aras sind von Natur aus Weitstreckenflieger, die täglich grosse Distanzen zurücklegen und dabei komplexe Nahrungsquellen erschliessen. In Gefangenschaft muss diese kognitive und körperliche Aktivität ersetzt werden — sonst entstehen Langeweile, Lärm und Destruktion.
Foraging als tägliches Fundament: Verstecken Sie das Tagesfutter in verschiedene Behälter: verschraubte Holzboxen, Papierrollen, geflochtene Weidenkörbe, Maiskolben mit Löchern. Ein Ara, der sein Futter "suchen" muss, ist mental ausgelastet und deutlich ruhiger. Ziel: mindestens 50% des Tagesbedarfs als Foraging-Aufgabe servieren.
Naturäste als tägliche Ressource: Aras nagen mit einem der stärksten Schnäbel im Tierreich. Täglich frische Äste (Hasel, Walnuss, Birke, Apfel, Weide) sind für den Schnabelabrieb essentiell und lenken Destruktionsdrang auf legale Ziele. Geldanlage in Spielzeug zahlt sich aus: Naturholzspielzeug, Lederschnüre, Sisal, Kokos — täglich variieren.
Freiflug und Training: Aras brauchen täglich mindestens 2 Stunden Freiflug ausserhalb der Volière. In der Schweiz: gesicherter Zimmerflug oder, bei geeignetem Wetter (ab 18°C), Aussenflug mit Training. Step-up, Recall-Training, Gegenstandtransport — Aras lernen schnell und wollen gefordert werden.
Soziale Stimulation: Aras, die alleine gehalten werden, brauchen täglich 4–6 Stunden menschliche Präsenz. Wer ganztags arbeitet, sollte zwei Aras halten. Zwei kompatible Aras beschäftigen sich gegenseitig und reduzieren Schreiphasen erheblich.
Erfahren Sie mehr über unseren Adoptionsprozess und die 14-tägige Gesundheitsgarantie. Wer gezielt nach Aras in seiner Region sucht, findet unsere Liefergebiete z.B. unter Papagei kaufen Bern oder Papagei kaufen Zürich.
Ara-Ernährung im Detail — Nüsse, Frischkost und saisonale Anpassungen
Die Ernährung ist einer der häufigsten Fehler bei Ara-Haltern. Viele füttern zu viel Körner und zu wenig Frischkost — das führt zu Übergewicht, Leberprobleme und verkürzter Lebenserwartung.
Tagesration für einen ausgewachsenen Gelbbrustara (ca. 1 kg Körpergewicht): — 40–50% Frischgemüse: Paprika (vitamin-A-reich), Karotte, Brokkoli, Gurke, Blattgemüse (kein Spinat in grossen Mengen — Oxalsäure hemmt Calciumaufnahme) — 20–25% hochwertiges Körnermix: ohne Palmfett-Zusatz, mit Hülsenfrüchten — 15–20% Frischobst: Apfel, Beeren, Granatapfel, Mango — keine Avocado (giftig) — 10–15% Nüsse: täglich 3–5 je nach Art (Walnuss, Macadamia, Paranuss, Pekannuss) — 5–10% gekochte Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Erbsen (eiweissreich, besonders in der Mauser)
Hyazinth-Ara: Sonderfall Manduvi-Nuss: In der Wildnis ernähren sich Hyazinth-Aras zu ca. 70–90% von Acrocomia-Palmfrüchten (Manduvi). In Europa: Paranüsse und Macadamias als nächster Ersatz. Der Hyazinth-Ara braucht deutlich mehr Fett als andere Ara-Arten — reduzieren Sie den Körneranteil und erhöhen Sie Nüsse auf 20–25%.
Saisonale Anpassungen: In der Mauser (Sommer/Herbst) erhöhter Proteinbedarf — mehr Hülsenfrüchte und hochwertige Pellets. In der Paarungszeit (variabel) Nussanteil leicht reduzieren, Tageslicht auf 10–11 Stunden begrenzen. Im Winter bei Innenvolière: UV-Lampe täglich 10 Stunden für Vitamin-D3-Synthese.
Unsere verfügbaren Ara-Arten finden Sie auch auf der Übersichtsseite handaufgezogene Papageien Schweiz. Für Vergleiche mit anderen Arten: Graupapagei kaufen Schweiz oder Kakadu kaufen Schweiz.



